15 de diciembre 2025 – Seminario: Entendiendo la escuela en Alemania

Hora: 16.00 – 18.00 – Sternstraße 2, Hamburgo

Impartido por Annegret Koch  

19.11.2025 – Bernhard Nocht – Organisator der deutschen Kolonialmedizin

Eine postkoloniale Kritik

Tropenkrankenhaus – das hört sich für Viele wie eine medizinische Serviceleistung für Kreuzfahrten und Fernreisen an. Doch zum 125 jährigen Jubiläum des Bernhard Nocht Institutes muss auch kritisch hinterfragt werden, welchen Beitrag diese Institution in der deutschen Gewaltgeschichte gespielt hat. In einer Laudatio für Ihren Namensgeber wird der stellvertretende Leiter des Institutes Gustav Giemsa 1918 deutlich: »…ohne diese Pionierarbeit ist an eine Erschließung und Besiedelung unseres Kolonialbesitzes nicht zu denken.« In seiner vor wenigen Monaten erschienenen Biographie: »Bernhard Nocht, Der Organisator der deutschen Kolonialmedizin«, beleuchtet Markus Hedrich den Lebenslauf des Namensgebers des Tropenkrankenhauses und zeichnet detailiert nach, wie sich Nocht als Vertreter einer »kolonialen Generation« zunächst als Militärarzt bei der kolonialen Inbesitznahme von Inseln im Pazifik bewährt und schließlich das Tropeninstitut zu einer der »wesentlichen kolonialmedizinischen Relaistellen des Kaiserreiches« (Markus Hedrich) ausbaut. Hedrich konstatiert dabei, das Kolonialismus eine Grundüberzeugung Nochts war. Auf ihn ist zum Beispiel die Empfehlung zurück zu führen, nach der die afrikanische und europäische Bevölkerung in den Metropolen der deutschen Kolonien aus hygienischen Gründen getrennt werden müssten, da er die afrikanische Bevölkerung entlang rassistischer Kriterien als Quelle von Krankheiten ausmachte. Welche Spuren die daraus folgenden kolonialen Massnahmen in der Stadtgesellschaft Daressalams hinterließen, und wie sich diese bis heute in die Geographie Daressalams eingeschrieben haben wird von Bernard Laulian Ntahondi nachgezeichnet, der als Ausstellungskurator und Historiker seit vielen Jahren zur Dekolonisierung des städtischen Raumes in Daressalam arbeitet.

Abschließend beschreibt die Initiative in Gedenken an Yaya Jabbi, wie die Erzählung von den Gefährlichen Schwarzen, die die Gesundheit der weißen Bevölkerung gefährdet, insbesondere in der Bernhard Nocht Straße zu Maßnahmen führt, die durchaus als rassische Segregationspolitik beschrieben werden können.

Mit:

Markus Hedrich

Historiker, Autor der Biographie »Bernhard Nocht, Der Organisator der deutschen Kolonialmedizin« 2025

Bernard Laulian Ntahondi

Dar Es Salaam Center for Architecture

Daniel Manwire

Initiative in Gedenken an Yaya Jabbi

Moderation: Meryem Choukri

Soziologin & Kulturwissenschaftlerin

Veranstalter*innen: interkulturelle werkstatt (ikw) e.V., Geschichts-AG denkXmal der fux eG und Initiative in Gedenken an Yaya Jabbi

19.11.2025, 19 Uhr, GWA St. Pauli, Hein-Köllisch-Platz 12, 20359 Hamburg

 23.04.2025 – Film: „Malqueridas“ – Frauen in chilenischen Gefängnissen

Der Öffentlichkeit in Deutschland ist oft nicht bewusst, aus welchen Verhältnissen die hier lebenden Frauen oft kommen und unter welchen Bedingungen sie hier ihr Leben führen. Aus diesem Grund möchten wir einen Film aus Chile zeigen, der die Situation der Frauen in einem Gefängnis zeigt, aber auch, wie sie sich trotz der schwierigen Situation durch Solidarität und Empowerment gegenseitig unterstützen. 

Mit versteckt aufgenommenen Handyvideos, Fotos und einer eindringlichen Erzählung aus dem Off blickt der Film in den Alltag des Frauengefängnisses und in die Gefühlswelt der Mütter, die ihre Kinder vermissen, da sie dort nur bis zu ihrem 2. Lebensjahr sein dürfen. Drogen, Armut, Gefängnis, Verwahrlosung, Suizid – aber auch der Trost zwischenmenschlicher Nähe und Solidarität gehören zum Leben der Frauen und Mütter, daran lässt Tanja Gilbert die Zuschauer*innen mit einfachsten Mitteln teilnehmen.
Im Anschluss an den Film werden der Produzent Dirk Manthey und per Zoom die Regisseurin Tanja Gilbert mehr über den Film erzählen und Fragen aus dem Publikum beantworten.

Die Veranstaltung wird spanisch- deutsch gedolmetscht.

am 23. April  2025 um 19.00 Uhr im Centro Sociale, Sternstraße 2, Hamburg

10.12. Gespräch: „Wenn Sprache versagt: über den Genozid an den Êzidinnen und Êziden“ mit der Schriftstellerin Ronya Othman

In ihrem neuesten Roman „Vierundsiebzig“ versucht die Schriftstellerin Ronya Othmann, das Unaussprechliche in Worte zu fassen. Über die lange Geschichte von Gewalt gegen die Jesiden spricht sie mit dem Theologen Johann Ev. Hafner. Es moderiert Nadine Kreuzahler.

10. Dezember, 19.00 Uhr

Ort: KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg

Anmeldung ab dem 26. November unter www.koerber-stiftung.de

3.12. Film mit Podiumsgespräch: Das gefährliche Erbe des IS | Wie gelingt eine Aufarbeitung der Verbrechen?

Film: Das gefährliche Erbe des IS: Besuch in der Krisenregion Nordsyrien

Trotz der territorialen Niederlage des Islamischen Staates in Syrien bleibt die Dschihadistengruppe eine große Bedrohung. Aus dem Untergrund verüben IS-Zellen immer wieder Terroranschläge. Zehntausende IS-Angehörige und ihrer Familien werden in Camps in der kurdischen Region Syriens festgehalten. Doch angesichts der ständigen Bedrohungen von innen und außen ist die kurdische Regionalverwaltung ist mit ihrer Bewachung vollkommen überlastet.
Der Film der kurdischen Filmemacher Gulan und Kawa Akrawi dokumentiert die komplexen Realitäten der Region.

Dienstag, den 3. Dezember 2024, um 19.00 Uhr

Ort: Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

Und im Anschluss:

Podiumsgespräch mit Dr. Alexander Schwarz von ECCHR und Rechtsanwältin Natalie von Wistinghausen

Wie gelingt eine Aufarbeitung der Verbrechen und eine Bestrafung der Täter?

Die unsagbaren Verbrechen des IS an den Êzîdinnen und Êzîden wurden von den Vereinten Nationen, vom europäischen Parlament sowie von den Parlamenten zahlreicher Staaten als Völkermord anerkannt. Doch bis heute bleibt die juristische Aufarbeitung hinter den Erwartungen zurück. Forderungen und Vorschläge, ein internationales Strafgericht einzurichten, blieben folgenlos. Auch weigern sich zahlreiche europäische Staaten, ihr Staatsangehörigen, die sich dem IS angeschlossen hatten, zurückzunehmen und in ihren Heimatländern vor Gericht zu stellen. Über Notwendigkeit und Schwierigkeiten, die Verbrechen aufzuarbeiten und die Täter vor Gericht zu bringen, sprechen wir mit:

– Alexander Schwarz, Dr. Alexander Schwarz ist Jurist und Co-Leiter des Programmbereichs Völkerstraftaten und rechtliche Verantwortung beim European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) in Berlin. Er ist spezialisiert auf sexualisierte Gewalt und begleitete in Deutschland das erste Völkermordverfahren nach dem Weltrechtsprinzip wegen Verbrechen an Jesiden.

– Natalie von Wistinghausen, Fachanwältin für Strafrecht, als Rechtsanwältin der Nebenklage hat sie die Mutter eines vom IS ermordeten êzîdischen Mädchens im Prozess gegen einen IS-Anhänger vor dem OLG Frankfurt vertreten, dem ersten Prozess weltweit, in dem ein IS-Anhänger wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt und verurteilt wurde.

Veranstalter: ikw e.V., Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und Women for Justice e.V.

16.10. – Vortrag und Diskussion: Schingal (Sinjar) nach dem Genozid

mit Dr. Thomas Schmidinger

Der Genozid des IS an den Êzidî hat die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der Schingal-Region des Iraq nachhaltig verändert. Anhaltende politische Spannungen, türkische Luftangriffe auf Stellungen lokaler Milizen aber auch der schleppende Wiederaufbau, haben dazu geführt, dass selbst zehn Jahre nach dem Genozid immer noch nicht alle Überlebenden zurückgekehrt sind.

Der Politikwissenschafter Thomas Schmidinger (University of Kurdistan Hawler und Universitaet Wien) hat in den letzten Jahren viel zu Schingal geforscht und publiziert. Er wird
einen Überblick über die politischen Entwicklungen seit dem Genozid bieten.

Mittwoch, den 16. Oktober 2024 | 18 Uhr, Ort: Werkstatt 3 | Saal | Nernstweg 32-34 22765 Hamburg

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg